Unsere Nachbarschaft: Sind wir gegen Hitze gewappnet?

Liebe Interessentin, lieber Interessent,

es freut uns, dass Sie sich mit Hitze und Hitzeschutz in Ihrer Nachbarschaft beschäftigen wollen! Unser Workshop zur eigenständigen Durchführung bietet einen niedrigschwelligen Ansatz, um Hitzeschutz in Nachbarschaften zu fördern. Schritt für Schritt begleiten wir Sie bei der Planung und Umsetzung Ihres Workshops. Bei Fragen oder Anmerkungen wenden Sie sich gerne an info@mscl.de.

Zunächst möchten wir Ihnen Ihre wichtigsten Fragen vorab beantworten: Für wen ist dieser Workshop? Wer kann ihn durchführen? Und warum überhaupt?

Im Anschluss stellen wir Ihnen Schritt für Schritt alle Informationen und Materialien zur Verfügung, die Sie für die Vorbereitung, Durchführung, Evaluation und Nachbereitung Ihres eigenen Hitzeworkshops benötigen.

So begleiten wir Sie durch den gesamten Workshop-Prozess. Hilfe bei Begrifflichkeiten bietet Ihnen unser Glossar. Bitte beachten Sie, dass die Materialien nicht umfassend auf Barrierefreiheit geprüft sind.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß und Erfolg bei Ihrem Projekt.
Ihr Munich Science Communication Lab

Ihre wichtigsten Fragen vorab

WER kann den Workshop organisieren und daran teilnehmen?

Dieser Workshop kann von Personen organisiert, durchgeführt und evaluiert werden, die sich ehrenamtlich oder beruflich mit Themen rund um Nachhaltigkeit, Klima- und Hitzeschutz und/oder Gesundheit beschäftigen möchten. Um den Workshop anzubieten, sind Vorkenntnisse zu den gesundheitlichen Risiken von Hitze und Hitzeschutzmaßnahmen sowie ein bestehendes Netzwerk in der jeweiligen Nachbarschaft von Vorteil, aber kein Muss.

Der Workshop selbst richtet sich an Bürgerinnen und Bürger aus Ihrer Nachbarschaft oder Kommune.

Durchführung und Teilnahme sind offen für alle – denn jede und jeder kann schon im Kleinen etwas bewirken und die Gemeinschaft in Sachen Hitzeschutz stärken.

WARUM einen Hitzeschutz-Workshop in Ihrer Nachbarschaft durchführen?

Die Gesellschaft vor Hitze zu schützen wird dringlicher, da Hitzewellen häufiger, länger und intensiver werden1. Gleichzeitig bestehen in Teilen der deutschen Bevölkerung Wissenslücken zu gesundheitlichen Risiken durch Hitze und zu Hitzeschutzverhalten2. Mit unserem Workshop sollen Bürgerinnen und Bürger für diese Themen sensibilisiert und dazu angeregt werden, sich für Hitzeschutz in ihrer Nachbarschaft einzusetzen (zum Beispiel indem sie Erste Hilfe leisten oder Hitze-Patenschaften übernehmen).

Seit der verheerenden Hitzewelle im Jahr 2003 sind über zwanzig Jahre vergangen, in denen die Zivilbevölkerung nicht ausreichend auf gesundheitliche Risiken durch Hitze vorbereitet wurde. Dies ist jedoch dringender denn je, angesichts der zu erwartenden zunehmenden Häufigkeit, Dauer und Intensität von Hitzewellen3.

Die folgende Grafik zeigt die Anzahl der heißen Tage – mit einer maximalen Lufttemperatur von über 30 Grad Celsius – im Verlauf der letzten 70 Jahre. Es lässt sich ein klarer Trend beobachten: Seit 1950 steigt die durchschnittliche Anzahl der heißen Tage kontinuierlich an.

Anzahl der Tage mit einem Lufttemperatur-Maximum über 30 Grad Celsius
Quelle: angepasst von Umweltbundesamt4; Daten: DWD

Gesundheitliche Risiken durch Hitze

Die Folgen von Hitze sind vielfältig. Sie beeinflussen Umwelt und Versorgung ebenso wie unsere Gesundheit – auf direktem (u. a. Hitzschlag, respiratorische Krankheiten, Niereninsuffizienz, psychische Auswirkungen) und indirektem Wege (u. a. verschlechterte Luftqualität durch Waldbrände, hohe Ozonkonzentration, Allergene) – bis hin zum Tod5. Weiterführende Informationen zu den Auswirkungen von Hitze auf die Gesundheit finden Sie in den FAQ des RKI, sowie auf der Website Klima Mensch Gesundheit der BIÖG.

Schutz vor hitzebedingten Gesundheitsrisiken – Verantwortung von Kommunen

Sowohl die Weltgesundheitsorganisation WHO6 als auch die deutsche Bundesregierung7 empfehlen, Hitzeschutzpläne zu entwickeln, um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen. Hitzeschutz ist dabei auf kommunaler Ebene angesiedelt: Während der Bund für Anpassungen in Bezug auf Hitze und Gesundheit den Rahmen vorgibt, sind aufgrund unterschiedlicher lokaler Gegebenheiten die Maßnahmen selbst auf kommunaler Ebene umzusetzen. Dies zu realisieren ist jedoch schwierig, solange es keine konkreten Leitlinien von Seiten des Bundes gibt: Zuständigkeiten sind häufig unklar, zusätzlich fehlt es oft an Wissen zum Thema sowie an personellen und finanziellen Mitteln8.

Workshops in Ihrer Nachbarschaft als Hebel, um kommunalen Hitzeschutz anzustoßen

Solange dies so ist, muss die kommunale Zivilgesellschaft mit einbezogen und aktiv werden, um sich für bevorstehende Hitzewellen zu wappnen. Mit diesem Workshop sollen zivile Akteurinnen und Akteure zusammengebracht werden, um sich zu vernetzen, zu informieren, zu inspirieren und das Thema Hitzeschutz in der eigenen Nachbarschaft voranzutreiben.

WAS soll dieser Workshop bewirken?

Der Workshop zielt darauf ab, dass Teilnehmende die Folgen von Hitze und Hitzeschutzmaßnahmen nach dem Workshop (i) relevanter finden, (ii) mehr darüber wissen und (iii) sich selbstwirksamer im Hinblick auf Hitzeschutzmaßnahmen fühlen. Außerdem soll mit dem Workshop das Vertrauen der Teilnehmenden in Wissenschaft und Forschung gesteigert werden.


Übergeordnete Ziele des Hitzeworkshops: Akzeptanz, Handlungsbereitschaft, gemeinsames Engagement
©Icons: Iconjam via Canva Pro


Übergeordnet zielt der Workshop darauf ab, die Akzeptanz von Hitze- und Klimaschutzmaßnahmen sowie die Handlungsbereitschaft für Hitzeschutz in der eigenen Nachbarschaft zu erhöhen, und das gemeinsame Engagement der Teilnehmenden für Hitzeschutz zu fördern. Idealerweise führt das angepasste Verhalten der Teilnehmenden während Hitzewellen zu einer Entlastung von Krankenhäusern, Arztpraxen, Feuerwehr und Polizei in der Kommune.

WIE ist der Workshop aufgebaut?

Der Workshop besteht aus zwei Teilen: Zu Beginn werden durch einen wissenschaftlichen Inhaltsblock Informationen zu Hitze und deren Auswirkungen auf die Gesundheit gegeben. Danach steht die Praxis in der jeweiligen Nachbarschaft im Mittelpunkt: In Gruppen wird gemeinsam erarbeitet, wie man sich selbst und andere schützen kann und wie die Nachbarschaft im Bereich Hitzeschutz gemeinsam aktiv werden kann. Der Workshop soll die Vernetzung innerhalb der Nachbarschaft anregen, um die Ergebnisse des Workshops nachhaltig zu etablieren.

WAS benötigen Sie für die Umsetzung Ihres Workshops?

Personell hängt dies stark von der von Ihnen gewünschten Teilnehmendenzahl Ihres Workshops ab. Es ist möglich, den Workshop alleine zu organisieren und zu moderieren. Wenn Sie sich selbst in der Moderationsrolle nicht wohl fühlen, benötigen Sie hierfür eine weitere Person (Tipps dazu finden Sie unten). Es ist sicherlich auch hilfreich, wenn Sie sich eine oder zwei weitere helfende Personen organisieren, die Ihnen beim Auf- und Abbau helfen und Sie als Ansprechperson für die Teilnehmenden vor Ort unterstützt.

Alles, was sie inhaltlich und organisatorisch an Materialien für die Durchführung des Workshops benötigen, stellen wir Ihnen zur Verfügung. Sie müssen die Materialien nur teilweise noch ausdrucken.

Sie benötigen nicht viele zusätzliche Materialien: Alles das (z.B. Stifte, Post-its) finden Sie in unserer Packliste, in der Sie Sie einen ersten Eindruck gewinnen können. Vieles davon lässt sich im Idealfall mit Ihrer Räumlichkeit klären, wie bspw. ein Beamer. 

Womit wir auch beim Finanziellen wären: Große finanzielle Posten gibt es, abgesehen von der Miete eines Raumes mit Beamer, nicht. Gegebenenfalls steht Ihnen dies durch Ihren Job oder ein Ehrenamt ohnehin zur Verfügung. Wenn nicht, empfehlen wir Ihnen, Ihre Kommune anzusprechen, die Ihnen sicherlich gerne beim Finden einer geeigneten Räumlichkeit hilft. Zusätzlich können Sie sich beim Zentrum KlimaAnpassung über entsprechende Fördermöglichkeiten beraten lassen.

WIE wurde dieses Workshopformat entwickelt?

Der Workshop wurde in einer Pilotphase unter Beteiligung verschiedenster Akteurinnen und Akteure aus Wissenschaft und Praxis entwickelt. Die Pilotworkshops wurden im Mai 2023, Januar 2024 und Oktober 2024 in drei verschiedenen Nachbarschaften (Stadtzentrum, Stadtrand, ländlicher Raum) durchgeführt und basierend auf Erkenntnissen aus verschiedenen Evaluationsmaßnahmen weiterentwickelt.

WO finde ich weiterführende Informationen?

Eine umfassende Materialliste, mit allem was Sie für Ihren Workshop brauchen, finden Sie am Ende dieser Website.

Wenn Sie mehr über die Erkenntnisse aus der Entwicklungsphase erfahren möchten, empfehlen wir Ihnen unseren Evaluationsbericht und unsere englischsprachige Publikation. Personen die an Wissenschaftskommunikation interessiert sind, empfehlen wir unser kurzes Video über die wichtigsten Learnings für diesen Bereich.

Wir sind im Zuge der Workshopkonzeption außerdem auf viele gute Ideen aus anderen Städten gestoßen. Einige dieser Best Practice Ideen haben wir für Sie zusammengefasst.

Im Rahmen des International Collaboration and Exchange Program (ICEP; Juli/August 2024), wurden zusätzlich Workshops zum Hitzeschutz für Geflüchtete getestet, da diesen häufig die Ressourcen fehlen, um empfohlene Hitzeschutzmaßnahmen anzuwenden bzw. Sprachbarrieren den Zugang zu Hitzeschutzempfehlungen erschweren. Informationen müssen daher an die Vorkenntnisse und Lebensbedingungen von Geflüchteten angepasst werden. Wenn Sie an den Erkenntnissen aus der Entwicklungsphase oder an den Handlungsempfehlungen für die Stadt München bzw. für Flüchtlingsunterkünfte interessiert sind, empfehlen wir Ihnen den englischsprachigen Projektberichtoder unser Handout mit den wichtigsten Erkenntnissen für die Wissenschaftskommunikation. Bitte beachten Sie, dass die Erkenntnisse nicht repräsentativ für Geflüchtete bzw. in Flüchtlingsunterkünften wohnhafte Personen in München bzw. in Deutschland sind.

Schritt 1: Vorbereitung
Wann durchführen?

Freitagnachmittag ab etwa 16 Uhr ist ein Zeitpunkt, der mit dem Alltag der meisten Personen gut vereinbar ist. Die Durchführung muss nicht im Sommer stattfinden – im Gegenteil: Aufklärung und Kommunikation finden idealerweise das ganze Jahr über statt. Der Workshop ist auf 2 Stunden ausgelegt. Es bietet sich an, im Anschluss einen zeitlichen Puffer für Nachgespräche unter den Teilnehmenden einzuplanen.

Wo durchführen?

Bei der Wahl der Räumlichkeit sollten folgende Aspekte berücksichtig werden:

  • Erreichbarkeit: Der Standort sollte in der Nachbarschaft liegen, für die der Workshop gestaltet wird. So ist der Zugang möglichst niedrigschwellig.
  • Größe: Die Teilnehmendenanzahl und nötige Kapazität des Raumes ist abhängig von der Größe der Nachbarschaft und der eigenen Workshopgestaltung.
  • Ausstattung: Benötigt werden verschiebbare Tische und Stühle, ein Beamer und eine Leinwand, Lautsprecher, Internet, ein Flipchart (alternativ: Pinnwand oder Whiteboard).
  • Barrierefreiheit
Wie finanzieren?

Der Workshop stellt keinen großen finanziellen Aufwand dar. Sollte kein Budget für die Durchführung des Workshops vorhanden sein (bspw. für Raummiete), können Sie sich beim Zentrum KlimaAnpassung über entsprechende Fördermöglichkeiten beraten lassen. Zusätzlich empfehlen wir Ihnen die Ansprache Ihrer Kommune, die Ihnen sicherlich gerne beim Finden einer geeigneten Räumlichkeit hilft.

Wer moderiert?

Die Materialien sind so gestaltet, dass der gesamte Workshop von einer Person moderiert werden kann. Der wissenschaftliche Inhaltsblock steht zusätzlich als Videomaterial zur Verfügung, falls in diesem Bereich die Vorkenntnisse fehlen. Für die Wahl der Moderation sind folgende Punkte zu beachten:

  • Es ist hilfreich, wenn die Person mit dem Thema und/oder mit der Nachbarschaft vertraut ist (Tätigkeit z. B. im Klimaanpassungsmanagement oder im Bereich Public Health).
  • Bitte achten Sie darauf, dass die Person gut und gerne vor Menschen spricht und auch in der Lage ist, Gesprächsbeiträge der Teilnehmenden aufzunehmen und einzuordnen – eine Generalprobe hilft.

Das Sprechen über Klimathemen kann seine Tücken haben. Deshalb möchten wir Ihnen hierfür – neben dem bereits genannten Videomaterial – bestmögliche Hilfestellungen liefern:

  •  Wir haben einen Kommunikationsguide für die Moderation erstellt, den Sie vorab mit dieser teilen können. Darin finden Sie auch Tipps dazu, wie Sie Falschinformationen entkräften können, sowie Links zu weiterführenden Materialien für Ihre Vorbereitung.
  • In der Präsentation mit Notizen findet die Moderation zu jeder einzelnen Folie Informationen und Hinweise sowie Links zu Quellen.
  • Fragen zum wissenschaftlichen Inhaltsblock, die Sie nicht direkt beantworten können, beantworten wir gerne. Sammeln Sie diese und schicken Sie sie an: info@mscl.de
  • Da im Workshop gemeinsam Inhalte erarbeitet werden, kann nicht jedes Szenario, jede Frage oder jeder Einwand vorhergesehen werden. Wie sie die Diskussionsbeiträge inhaltlich einordnen, erfahren Sie in der Präsentation mit Notizen. Wie detailliert Sie auf die jeweiligen Wortmeldungen eingehen wollen und wie ausführlich Sie die Diskussionen zulassen wollen, hängt von der Zeit ab, die Ihnen für Ihren Workshop zur Verfügung steht. Wir empfehlen, sich nicht zu sehr mit einzelnen Themen aufzuhalten, da erfahrungsgemäß sehr viele unterschiedliche Ideen von den Teilnehmenden eingebracht werden.
Die Teilnehmenden: Wie erreichen ich interessierte Personen?

Sie haben sich um Termin, Räumlichkeit und Moderation gekümmert. Nun können Sie beginnen, Teilnehmer und Teilnehmerinnen für den Workshop einzuladen.

Wer? – Es ist besonders gewinnbringend, wenn Sie mit dem Workshop eine möglichst bunt gemischte Gruppe ansprechen, deren Gemeinsamkeit die räumliche Nähe zueinander ist. Die Idee ist die Auseinandersetzung verschiedenster Personen miteinander, um Gemeinsamkeiten und Interessenskonflikte zu erkennen und um die Notwendigkeit der Zusammenarbeit im Bereich Hitzeschutz zu untermauern. Folgende Gruppen aus Ihrer Nachbarschaft können Sie in Ihrem Einladungsprozess berücksichtigen (Tipp: eine Recherche auf Google Maps ist hilfreich):

  • Stadtviertelpolitik (wie örtliche Mandatsträgerinnen oder Mandatsträger, Personen der örtlichen Parteien, Ortsgruppen und Lokaljournalismus)
  • Stadtverwaltung und Sicherheit (wie Polizei, Feuerwehr, Not- und Rettungsdienste, Gesundheitsamt, Sicherheits- und Ordnungsbehörden, Verkehrsbetriebe, themenrelevante Referate der Stadt bzw. Gemeinde (z. B. Referat für Bildung und Sport))
  • Daseinsvorsorge (wie Kindertagesstätten, Schulen und andere Bildungseinrichtungen, Jugendzentren, Krankenhäuser, Arztpraxen, Apotheken, Pflegeeinrichtungen und Pflegedienste, Alten- und Servicezentren, Wohnheime, soziale Organisationen, Behindertenhilfe, Physio- und Ergotherapiepraxen, Kirchengemeinden und andere Glaubenseinrichtungen, Stadtteiltreffs sowie Sport-, Kultur- und andere Vereine)
  • Wirtschaft (wie Verbände, Gastwirte, Bäckereien, Versorgungseinrichtungen bzw. Einzelhandel, Wohnungsgesellschaften, Gewerkschaften und Betriebe mit mehr als 300 Mitarbeitenden)
  • Kultur und Tourismus (wie Bibliotheken, Kulturzentren, Museen, Unterkünfte, Kinos, Theater und zivilgesellschaftliche Gruppen).

Sollten Sie sich (bspw. aus Berufsgründen) auf eine bestimmte Zielgruppe (wie ältere Menschen oder Kinder) konzentrieren wollen, empfehlen wir Ihnen, sich vorab über Besonderheiten dieser Zielgruppe in Hitzethemen zu informieren. In unserem Handout mit weiterführenden Quellen finden Sie zielgruppenspezifische Informationen unter den Punkten „Materialsammlung“, „Kommunikationskonzepte“ und „Musterhitzepläne“. Auch hitzeservice.de ist eine hilfreiche Quelle hierfür. Bei Bedarf können Sie den praxisnahen Teil des Workshops auch auf Ihre Zielgruppe hin anpassen – wir stellen Ihnen dafür eine bearbeitbare Version der Präsentation zur Verfügung.

Wie erreichen? – Für das Einladungsmanagement ist es hilfreich, mit gut vernetzten Personen (Multiplikatorinnen/Multiplikatoren) aus der Nachbarschaft zusammenzuarbeiten. Diese haben im Idealfall Kontakte in die oben genannten Gruppen – über eigene Ansprechpersonen, E-Mail-Verteiler, Social-Media-Gruppen, Aushangsmöglichkeiten etc. Wir empfehlen Ihnen, den Multiplikatorinnen und Multiplikatoren anzubieten, als miteinladende Person auf dem Einladungsschreiben zu erscheinen.

Für das Einladungsmanagement stellen wir Ihnen alle nötigen Materialien zur Verfügung. Vor dem Versand der Materialien müssen diese um eigene Informationen (Datum, Ort, Namen) ergänzt werden – hierfür erhalten Sie entsprechende Instruktionen von uns. Folgendes Vorgehen hat sich bewährt:

  • Schritt 1: Identifikation gut vernetzter Multiplikatorinnen und Multiplikatoren und Kontaktaufnahme
  • Schritt 2: Absprache mit diesen, um möglichst viele der aufgeführten Gruppen (s. o.) abzudecken (wer hat welche Kontakte in diese Gruppen über welche Kanäle?)
  • Schritt 3: Multiplikatorinnen und Multiplikatoren die folgenden Materialien zur Verfügung stellen, die Sie zuvor mit den nötigen Informationen ergänzt haben. So bleibt der Aufwand für sie so gering wie möglich.
  • Schritt 4: Sollten Sie selbst weitere Kanäle zur Verfügung haben, mittels derer Sie potentielle Teilnehmende aus Ihrer Nachbarschaft erreichen können, nutzen Sie auch diese (z. B. Information im Gemeindeblatt).
  • Schritt 5: Pflegen der Teilnehmendenliste und prüfen, wie viele Personen sich zurückgemeldet haben
  • Schritt 6: Gegebenenfalls Multiplikatorinnen und Multiplikatoren darum bitten, einen Reminder zu versenden.
Packliste prüfen – Was wird benötigt?

In unserer Packliste finden Sie eine Aufzählung der Dinge und Dokumente, die Sie benötigen, um den Workshop durchzuführen. Bitte prüfen und organisieren Sie diese im Vorfeld, sodass Ihnen am Workshoptag nichts fehlt. Ein Großteil der Dokumente wird Ihnen von uns zur Verfügung gestellt.

Einlesen in Ablauf und Inhalt

Wenn die organisatorischen Aufgaben erledigt sind, können Sie beginnen, sich mit dem Ablauf und dem Inhalt des Workshops (Präsentation mit Notizen für Ihre Vorbereitung, Präsentation ohne Notizen für die Bereitstellung auf der Leinwand) vertraut zu machen. Den Praxisteil der Präsentation stellen wir Ihnen zusätzlich als bearbeitbare Präsentation zu Verfügung, falls Sie Anpassungen an den lokalen Kontext vornehmen wollen (z.B. mit Informationen zu einer eigenen Warn-App oder Best-Practice-Beispielen aus Ihrer Kommune). Sollten Sie nicht selbst moderieren, ist es hilfreich, die Moderation nun einzubeziehen: Eine Vorbesprechung und Generalprobe sind empfehlenswert (u. a. um den zeitlichen Aufwand für die verschiedenen Inhaltsblöcke zu prüfen). Stellen Sie der Moderation zur Vorbereitung unseren Kommunikationsguide zur Verfügung, sollten Sie dies nicht bereits getan haben.

Versenden einer Info-Mail an die Teilnehmenden

Wenige Tage vor der Veranstaltung empfiehlt es sich, eine Info-Mail an die angemeldeten Personen zu schicken. Diese dient als Erinnerung an den Termin und den Standort und enthält zudem ein Handout mit weiterführenden Quellen, das der Mail angehängt werden kann. So können sich die Teilnehmenden nach dem Workshop oder im Vorfeld weiter informieren.

Schritt 2: Evaluation

Möchten Sie überprüfen, wie der Workshop auf die Teilnehmenden gewirkt hat und Rückmeldungen zur Durchführung einholen? Oder möchten Sie die Teilnehmenden aktiv in die Weiterentwicklung Ihres Workshops einbinden? Dann sind Sie in diesem Kapitel richtig.

Bei Fragen zur Evaluationsplanung, -durchführung oder -auswertung können Sie einen einmaligen Beratungstermin mit der zuständigen Evaluationskoordinatorin des MSCL hier buchen.

Was bedeutet eigentlich “Evaluation”?

Unter Evaluation versteht man verschiedene Formen der Rückmeldung und Wirkungsmessung. Sie kann prozessbegleitend während der Planung und Durchführung eines Workshops stattfinden („formativ“), oder im Anschluss zur Bewertung des Gesamtprozesses und der erreichten Ergebnisse („summativ“). In jedem Fall orientiert sich die Evaluation an den individuellen Zielen, die Sie mit Ihrem Workshop verfolgen.

Warum evaluieren?

Evaluation hilft Ihnen dabei, die Ziele Ihres Workshops zu überprüfen, etwa ob Wissen aufgebaut oder Motivation gestärkt wurde. Sie macht die Perspektive der Teilnehmenden sichtbar, unterstützt die Weiterentwicklung des Formats und sorgt für einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Zugleich stärkt sie den Dialog auf Augenhöhe und liefert greifbare Ergebnisse, um Wirkung sichtbar zu machen – nach innen wie außen.

Wie evaluieren?

Um Sie bei Ihrer Evaluation bestmöglich zu unterstützen, bieten wir Ihnen drei Evaluationsmaßnahmen an – von einfach, zeitsparend und pragmatisch bis hin zu umfassend und datenbasiert. Sie können je nach Bedarf und Ressourcen die passende Maßnahme auswählen.

Sie haben auch die Möglichkeit, Maßnahmen miteinander zu kombinieren. Die Evaluationspakete „Economy“ und „Premium“ geben Ihnen Vorschläge dafür, welche Maßnahmen sinnvoll kombiniert werden können.

Noch ein Wort vorab: Evaluation ist nicht als Kontrolle zu verstehen, sondern als ein Lerninstrument für alle Beteiligten. Sie funktioniert am besten, wenn sie einfach, ehrlich und auf Augenhöhe durchgeführt wird. Dabei ist es wichtig, die grundlegenden Vorgaben zum Datenschutz (Aufklärung, Einwilligung, Freiwilligkeit, Speicherung etc.) einzuhalten und angemessen mit den Teilnehmenden zu kommunizieren.

Die drei Evaluationsmaßnahmen im Überblick

Vorgehen der drei Evaluationsmaßnahmen
  • Visuell gestützte Kurzbefragung: Am Ende des Workshops werden die Teilnehmenden gebeten, die Veranstaltung zu bewerten. Sie nutzen dafür Klebepunkte oder Stifte, um damit zehn Kriterien zu bewerten, die in der Kopiervorlage „Evaluationskriterien” tabellarisch aufgelistet sind. Sie können diese Kopiervorlage entweder groß ausdrucken oder auf ein Plakat abzeichnen. Die Bewertung erfolgt auf einer 5-stufigen Skala mit Smileys, wobei 1 „hat mir gar nicht gut gefallen“ bzw. „stimme überhaupt nicht zu“ und 5 „hat mir sehr gut gefallen“ bzw. „stimme voll und ganz zu“ bedeutet. Bewertet werden die Ziele und die Organisation des Workshops. Die Auswertung erfolgt durch Zählen der (Klebe-)Punkte pro Antwortfeld. Je mehr Punkte Sie im grünen Bereich der Skala zählen, desto besser haben die Teilnehmenden den Workshop bewertet. Bei Bedarf können Sie den Teilnehmenden Haftnotizen zur Verfügung stellen, auf denen diese weiteres Feedback ergänzen und anheften können.
  • Dokumentation: Bereits während der Vorbereitung des Workshops empfiehlt es sich zu dokumentieren, welchen Input (z. B. personell, zeitlich, finanziell) Sie eingebracht haben. Auch Ihr Einladungsmanagement (z. B. über Mail-Verteiler, Newsletter, Multiplikatorinnen bzw. Multiplikatoren oder Social Media) können Sie auf diese Weise dokumentieren. Sie können Ihre Daten direkt in die beiden Tabellenblätter des Formulars „Prozessevaluation“ eintragen. Das verschafft einen Überblick und hilft dabei, den Workshop effizient und zielgerichtet zu gestalten.
  • Umfangreiche wissenschaftliche Befragung: Sie haben auch die Möglichkeit, Ihren Workshop umfassend datenbasiert zu evaluieren. Dafür stellen wir Ihnen unsere bewährten Fragebögen zur Verfügung. Die digitale Version (Download via OSF) können Sie vor dem Workshop versenden (z. B. als QR-Code oder Link per E-Mail). Die Teilnehmenden füllen die Vorbefragung aus, nehmen am Workshop teil und erhalten anschließend von Ihnen die Nachbefragung. So können Sie erkennen, ob und in welcher Weise der Workshop Veränderungen bei den Teilnehmenden bewirkt hat. Die Umfragen werden mit dem kostenlosen und datenschutzkonformen Online-Tool SoSci Survey durchgeführt. Alternativ können Sie die Vorbefragung und Nachbefragung in Papierform ausdrucken und vor Ort im Workshop durchführen. Für die Auswertung stellen wir Ihnen R-Vorlagen zur Verfügung (Download via OSF), mit denen Sie die Daten selbst analysieren können. Grundkenntnisse in diesen beiden Tools werden vorausgesetzt, lassen sich aber auch gut mit Tutorials aus dem Internet erwerben. Diese Evaluationsmaßnahme ist etwas aufwändiger, liefert aber besonders aussagekräftige Erkenntnisse zur Wirkung Ihres Workshops.
Schritt 3: Durchführung

Um am Tag des Workshops alles im Blick zu haben, empfehlen wir, unseren ausführlichen Ablaufplan stets zur Hand zu haben. Darin finden Sie eine Auflistung aller Aufgaben chronologisch sortiert mit Zeitangaben. In diesem Kapitel finden Sie weiterführende Informationen zu einzelnen Aufgaben.

Vorbereitungen vor Ort

Aufbau und Technik

Vor Beginn des Workshops gibt es einige Dinge vorzubereiten. Je nachdem, ob sie helfende Personen haben (und wie viele), planen Sie bitte entsprechend Zeit dafür ein. 

  • Schließen Sie Ihren Laptop an den Beamer und die Lautsprecher an und testen Sie, ob die Präsentation und das Videomaterial funktionieren. Starten Sie die Präsentation auf Folie 1 als Begrüßungsfolie für die ankommenden Teilnehmenden.
  • Je nach Teilnehmendenzahl bieten sich unterschiedliche Sitzordnungen an: Sind es weniger als zehn Teilnehmende, eignet sich eine Hufeisen-Form, damit alle miteinander sprechen können. Bei mehr als zehn Teilnehmenden bieten sich Gruppentische an (4–6 Personen pro Gruppentisch). Wichtig ist, ein paar Puffer-Plätze einzuplanen, falls Personen unangemeldet teilnehmen möchten.
  • An jedem Platz können Sie nun folgende Materialien auslegen:
    • Papier und Stift für Notizen
    • Materialien für Interaktionsphasen: mehrere Post-its in drei verschiedenen Farben, dickere Stifte zum Beschriften der Post-its
  • Wenn Sie zusätzliche Materialien anbieten wollen (z. B. Infobroschüren oder den Hitzeknigge für Ihre Region), bauen Sie dafür einen Tisch in der Nähe des Eingangs auf. Verweisen Sie beim Einlass und im Verlauf des Workshops auf diese „Info-Bibliothek“, sodass die Teilnehmenden wissen, dass sie die Materialien mit nach Hause nehmen dürfen.
  • Plakat für die Interaktionsphase aufhängen.
  • Bei Bedarf Tisch für Getränke und Snacks aufbauen.
  • Aufbau des Empfangs am Eingang:
    • Legen Sie die Namensschilder und Stifte zum Selbstbeschriften aus
  • Hängen Sie Hinweisschilder („Hier lang“) im Gebäude auf und geben Sie ggf. an der Pforte Bescheid, wann und wo Ihr Workshop stattfindet.

Letzte Absprachen

Sollte eine andere Person den Workshop moderieren, bitten Sie diese, circa 30–60 Minuten vor Workshopbeginn anzukommen. So können letzte Fragen in Ruhe geklärt werden, bevor die Teilnehmenden ankommen.

Kurz vor Beginn

Der Aufbau ist erledigt, die ersten Teilnehmenden kommen an. Bei der Begrüßung der Teilnehmenden sind folgende Punkte zu beachten:

  • Bitten Sie darum, dass die Teilnehmenden Ihre Anwesenheit eigenständig in der ausliegenden Teilnehmendenliste inkl. Networkingabfrage vermerken und angeben, ob Sie in die Networkingliste aufgenommen werden wollen.
  • Bitten Sie die Teilnehmenden, ihre Namensschilder eigenständig zu beschriften.
  • Weisen Sie auf die freie Platzwahl hin und darauf, dass eine bunte Durchmischung der Teilnehmenden gewünscht ist.
  • Weisen Sie darauf hin, dass die Teilnehmenden sich bei Infomaterialien, Snacks und Getränken bedienen können (falls vorhanden).
Los geht’s

Der Workshop beginnt. Sie können die Präsentation nun starten. In der Version Präsentation mit Notizen finden Sie für Ihre Vorbereitung und als Gedächtnisstütze während des Workshops alle wichtigen Punkte, die es für den Inhalt und Ablauf jeder einzelnen Folie zu beachten gibt.

Entsprechend Ihrer eigenen Vorkenntnisse können Sie sich entscheiden, ob Sie den wissenschaftlichen Hintergrund (Folie 6 bis Folie 22) selbst moderieren wollen oder ob sie hierfür unser Videomaterial (18 Minuten) nutzen wollen. Sie haben für den wissenschaftlichen Inhaltsblock also zwei Möglichkeiten:

  • Option 1: Sie moderieren selbst. Dann können Sie einfach wie gehabt weiter durch die Präsentation klicken. Wir empfehlen, zur Vorbereitung unser bereitgestelltes Videomaterial zu schauen.
  • Option 2: Sie nutzen unser bereitgestelltes Videomaterial. Pausieren Sie die Präsentation bei Folie 6, starten Sie das Video und steigen Sie danach einfach bei Folie 23 der Präsentation wieder ein.

Auf den Folien 28, 32 und 36 werden die Teilnehmenden aufgefordert, selbst aktiv zu werden. Die genauen Anleitungen für diese Praxisphasen finden Sie bei den jeweiligen Folien in der Präsentation mit Notizen. Die jeweils folgenden Folien (Folie 29 und 30, sowie Folie 33 bis 35) können als Ergänzung für diese Interaktionen betrachtet werden. Aspekte, die nicht ohnehin schon von den Teilnehmenden genannt wurden, können dann noch – angeleitet durch Sie – besprochen we

Nachgespräch

Nach Ende der Präsentation laden Sie die Teilnehmenden ein, noch ein wenig zu bleiben, um sich miteinander auszutauschen und das weitere Vorgehen zu besprechen. Nutzen Sie diese Möglichkeit unbedingt, um mit den Teilnehmenden zu besprechen, welche Anregungen und Ergebnisse aus dem Workshop direkt angegangen oder sogar umgesetzt werden können. Jede teilnehmende Person hat einen eigenen Handlungsspielraum, in dem er oder sie vielleicht ganz einfach aktiv werden kann. Weisen Sie die Teilnehmenden auch nochmal auf die Teilnehmendenliste inklusive Networking-Abfrage hin. Regen Sie an, dass sich Kleingruppen – oder bei Bedarf auch die ganze Gruppe – auch in Zukunft austauschen sollten, um das Thema Hitzeschutz nachhaltig in die Nachbarschaft zu tragen.

Abbau

Wenn möglich beginnen Sie den Abbau erst, wenn die letzten Teilnehmenden gegangen sind. So fühlen sich die Teilnehmenden bei Ihrem Austausch nicht gedrängt, zu gehen.

Schritt 4: Nachbereitung
Fragen und Rückmeldung an die Wissenschaft

Gibt es Fragen von Teilnehmenden, die unbeantwortet geblieben sind? Ihre Fragen an die Wissenschaft können Sie uns gerne zusenden (info@mscl.de) – wir versuchen diese mit Fachpersonen zu klären und geben Ihnen Rückmeldung. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die Beantwortung der Fragen einige Zeit in Anspruch nehmen kann.

Um unser Workshop-Angebot verbessern zu können, freuen wir uns außerdem über Ihre Rückmeldung über diesen Link.

Sollten Sie einen Beitrag zum Workshop auf LinkedIn posten freuen wir uns, wenn Sie darin das MSCL taggen.

Rückmeldung an die Teilnehmenden

Wir empfehlen Ihnen, sich einige Tage nach der Veranstaltung noch einmal per E-Mail an die Teilnehmenden zu wenden. Bitte berücksichtigen Sie dabei auch Personen, die sich erst vor Ort angemeldet haben. Die E-Mail dient dazu, sich noch einmal für die Teilnahme zu bedanken und folgende Informationen an die Teilnehmenden zu übermitteln:

  • Präsentation ohne Notizen mit Workshopinhalten
  • Best Practice Ideen aus anderen Städten
  • Ausgefüllte Networkingliste und Aufruf zur Vernetzung untereinander
  • Ihre Zusammenfassung der Ergebnisse aus den interaktiven Phasen (z. B. als Fotos)
  • Optional: Beantwortung von Fragen, deren Antworten noch ausstanden
Auswertung Ihrer Evaluation

Sollten Sie sich entschieden haben, Ihre Veranstaltung zu evaluieren, steht als nächstes die Auswertung Ihrer erhobenen Daten an. Hierbei hilft Ihnen unser Kapitel zum Thema Evaluation (siehe Schritt 3). Die Erkenntnisse können Sie im Anschluss mit interessierten Stellen (z. B. Stadtverwaltung, Vereine) teilen oder nutzen, um den Ablauf eines möglichen Folgeworkshops zu optimieren.

Wir, das Munich Science Communication Lab, freuen uns, wenn Sie uns von Ihren Erfahrungen und Erkenntnissen berichten. Hierfür können Sie sich an info@mscl.de wenden.

… und was passiert mit den Workshop-Ergebnissen?

Wir hoffen, der Workshop hat zu einem regen Austausch unter den Teilnehmenden geführt, die Anwesenden haben neues Wissen mit nach Hause genommen und fühlen sich nun motiviert und befähigt, das Thema Hitzeschutz in Ihren Umfeldern anzugehen. Im Idealfall haben auch Sie neue Inspiration und Handlungsanregungen erhalten, um in Ihrem Beruf oder Ihrem Ehrenamt aktiv zu werden.

Wenn Ihre Position dies ermöglicht, möchten wir Sie gerne dazu ermutigen, interessierten Teilnehmenden den Raum zur Verfügung zu stellen, Hitzeschutzaktivitäten in Ihrer Kommune voranzutreiben.

Außerdem möchten wir Ihnen folgende Tipps für die Umsetzung der Workshop-Ergebnisse an die Hand geben:

  • Nutzen Sie digitale Vernetzungsmöglichkeiten: Vielleicht gibt es bereits eine Plattform, E-Mail-Verteiler oder eine Gruppe in einem Sozialen Netzwerk, die Sie für Kommunikation zum Thema Hitze nutzen können. Falls nicht, empfehlen wir einen solchen Kommunikationskanal anzulegen.
  • Nutzen Sie bestehende Strukturen: Dies gilt nicht nur für Soziale Netzwerke online, sondern auch offline. Überlegen Sie welche Strukturen, die in Ihrer Nachbarschaft bereits vorhanden sind, auch für den gemeinsamen Hitzeschutz genutzt werden können.
  • Nutzen Sie direkte Ansprachen: In den interaktiven Phasen oder im Nachgespräch haben sich idealerweise schon Personen oder auch Kleingruppen herauskristallisiert, die durch Ihren persönlichen Handlungsspielraum die Möglichkeit haben, Hitzeschutz in der Kommune aktiv voranzutreiben. Wir empfehlen Ihnen, diese Personen noch einmal direkt per E-Mail zu kontaktieren, zum tatsächlichen Handeln zu motivieren und einzuladen, sich bei Fragen oder dem Wunsch nach Austausch zu melden. 
  • Nutzen Sie die Ergebnisse als Inspiration: Sicherlich kamen auch Ergebnisse zustande, die außerhalb Ihres Handlungsspielraums liegen. Sollte es in Ihrer Kommune auf politischer oder administrativer Ebene Personen geben, die sich mit diesen Themen auseinandersetzen, empfehlen wir Ihnen, diesen eine Sammlung dieser Punkte als Inspiration zukommen zu lassen.

Liste aller Materialien
Schritt 1: Vorbereitung
Schritt 2: Evaluation
Schritt 3: Durchführung
Schritt 4: Nachbereitung
Begleitmaterial und weiterführende Information
Dankeschön für die Unterstützung

Unser herzlicher Dank für die tatkräftige Unterstützung geht an:

  • Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL)
  • Bär meets Adler e. V.
  • Berufsfeuerwehr der Stadt München
  • Bezirksausschuss der Maxvorstadt
  • Bezirksausschuss des Stadtbezirks Aubing mit seinen weiteren Ortsteilen Freiham, Neuaubing, Westkreuz, Lochhausen, Langwied
  • Gesundheitsreferat der Stadt München
  • Klimafit
  • Landeshauptstadt München
  • Landratsamt Ebersberg
  • LMU Klinikum – AG Globale Umweltmedizin und Klimawandel
  • München Aktiv für Gesundheit e.V. (MAGs)
  • Pettenkofer School of Public Health
  • Regionale Netzwerke für Soziale Arbeit in München (REGSAM)
  • International Collaboration and Exchange Program (ICEP)
  • Columbia University New York
  • Trinity College Dublin
  • Tokyo Women’s Medical University

Quellen

Alle Quellen, die wir für diese Website, für den Workshop-Inhalt sowie das Glossar herangezogen haben, finden Sie in unserem umfassenden Quellenverzeichnis.

Fußnoten

  1. Matthies-Wiesler, F., Nidens, N., Karrasch, S., Schneider, A. (2023). Auswirkungen von hohen
    Außentemperaturen und Hitzewellen auf Lungenerkrankungen. Rolle von Pneumolog:innen beim
    gesundheitlichen Hitzeschutz. Zeitschrift für Pneumologie. 20(2). 133–143.
    https://doi.org/10.1007/s10405-023-00500-5
  2. PACE – https://projekte.uni-erfurt.de/pace/topic/heat/20-hitzewissen/
  3. Kaiser, T., Kind, C., Dudda, L. & Sander, K. (2021). Klimawandel, Hitze und Gesundheit: Stand der gesundheitlichen Hitzevorsorge in Deutschland und Unterstützungsbedarf der Bundesländer und Kommunen. UMID, 01/2021, 27–37.
  4. Umweltbundesamt – https://www.umweltbundesamt.de/daten/umweltindikatoren/indikator-heisse-tage#die-wichtigsten-fakten
  5. Lozán, J.L., Breckle, S.W., Graßl, H., Kasang, D. & Matzarakis, A. (2019). Städte im Klimawandel. In Lozán, J.L., Breckle S.W., Graßl, H., Kuttler, W. & Matzarakis, A. (Hrsg.), Warnsignal Klima: Die Städte. 11–20. https://lozan.de/wp-content/uploads/2021/02/Lozan%20et%20al.-2019_St%C3%A4dte%20im%20Klimawandel.pdf. & Matthies-Wiesler, F., Nidens, N., Karrasch, S., Schneider, A. (2023). Auswirkungen von hohen
    Außentemperaturen und Hitzewellen auf Lungenerkrankungen. Rolle von Pneumolog:innen beim
    gesundheitlichen Hitzeschutz. Zeitschrift für Pneumologie. 20(2). 133–143.
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